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Grußwort vom Dachverband Geschichtswerkstätten Hamburg e.V.

Egal, wie groß die Füße und wie alt die Beine sind, auf denen wir stehen. Für uns alle gibt es die Möglichkeit zu sagen: "Grabe wo Du stehst!" Dieser Satz stand in den 1980er Jahren für den Beginn der Hamburger Geschichtswerkstätten und hat nichts von seiner Gültigkeit verloren.
Unsere Stadtteilgeschichten mit all ihren Biografien beginnen nicht in Archiven und Bibliotheken, sondern direkt vor unserer Haustür. Jeder Mensch hat eine Geschichte und jede Geschichte ist wichtig. Dafür standen und stehen die Hamburger Geschichtswerkstätten, die ihre Themen und Projekte immer mit den Menschen vor Ort umsetzen.
Früher haben wir daher gedacht, dass unsere 'Wunschziel-
gruppe' so von 8 bis 88 Jahren reichen sollte. Durch das Historische Kinderprojekt haben wir gelernt, dass sich diese Altersspanne in beide Richtungen noch deutlich erweitern lässt. Die Kinder registrieren aufmerksam alles, was ihnen aus der Generation der Großeltern erzählt wird. Und sind die eigenen Großeltern nicht (mehr) verfügbar, so helfen ehrenamtlich aktive 'Ersatz-Omas und -Opas'. In diesem Austausch zwischen den Generationen geben die Zeitzeugen einen Erfahrungsschatz weiter, der durch kein noch so tolles Internet vermittelt werden kann. So sind die alten Spiele, nachdem sie die Kinder von heute in die Hand genommen haben, plötzlich gar nicht mehr so alt. Ja, es werden sogar neue Spiele entwickelt. Aus dem klassischen Memory wird das Bramory und der selbstgebaute Marmeltisch macht jedem Kind Lust, es einmal selbst auszuprobieren.
Angesichts all dieser schönen Reaktionen sollte aber nie vergessen werden, dass es das Historische Kinderprojekt ohne den Einsatz professionellen pädagogischen Knowhows nie gegeben hätte. Die Ausarbeitung einer Stadtteilrallye auf GPS-Basis oder die Zusammenstellung eines ganzen Koffers voller Lehrmaterial wurde im Projekt selbst entwickelt. Damit steht das in Bramfeld beheimatete Historische Kinderprojekt für einen ganz speziellen Akzent in der Landschaft der Hamburger Geschichtswerkstätten, der es verdient hat viele Nachahmer-
Innen zu finden. Und gerade deshalb gilt auch an dieser Stelle die alte Erkenntnis "Ehrenamt braucht Hauptamt". Denn nur so ist es möglich, dass Gudrun Wohlrab auf der Basis einer gesicherten kontinuierlichen Förderung ihre Arbeit fortführen kann.

Reinhard Otto, stellv. Vorsitzender Geschichtswerkstätten Hamburg e.V.